Tracking & Datenschutz

Consent Mode v2: Was ist das, und brauche ich ihn?

Von Julia Sturm, Gründerin von Digital You, Innsbruck · · aktualisiert

Arbeit an Google Ads und Tracking bei Digital You

Kurz gesagt

Der Consent Mode v2 passt das Verhalten der Google-Tags an die Cookie-Zustimmung deiner Nutzer:innen an. Lehnen sie Tracking ab, werden nur anonymisierte, aggregierte Signale übermittelt. Wer weiterhin Daten in Google Ads und Google Analytics erhalten will, muss handeln. Der Einsatz ist datenschutzrechtlich umstritten und sollte rechtlich geprüft werden.

Was ist der Consent Mode v2?

Der Consent Mode v2 ist eine Weiterentwicklung von Googles Consent Mode, die auf die steigenden Anforderungen im Datenschutz reagiert. Er ermöglicht Websitebetreiber:innen, Tracking- und Analyse-Tools einzusetzen, auch wenn Nutzer:innen der Verwendung von Cookies nicht ausdrücklich zugestimmt haben.

Statt den Datenfluss komplett zu unterbrechen, passt der Consent Mode v2 die Funktionsweise der Google-Tags an die jeweilige Zustimmung an. Lehnt jemand Tracking ab, können zum Beispiel anonymisierte Informationen gesammelt werden. Das Nutzerverhalten bleibt so auf aggregierter Ebene sichtbar, ohne dass persönliche Daten gespeichert oder Nutzerprofile erstellt werden.

Einen Hinweis dazu siehst du zum Beispiel in deinem GA4-Konto (Google Analytics). Dann besteht Handlungsbedarf, wenn du weiterhin Daten in Google Ads und Google Analytics erhalten willst.

Screenshot: Hinweis in Google Analytics 4 zur Anpassung an den Consent Mode
Hinweis in Google Analytics 4 zum Consent Mode

Brauche ich den Consent Mode v2?

Für Unternehmen, die auf eine DSGVO-konforme Webanalyse angewiesen sind, ist der Consent Mode v2 oft eine sinnvolle Entscheidung. Diese Punkte helfen dir bei der Einschätzung:

Compliance und Datenschutz

Der Consent Mode v2 ist datenschutzrechtlich umstritten. Er sollte im Unternehmen diskutiert und von einer juristisch qualifizierten Person geprüft werden.

Marketingeffizienz

Conversions lassen sich auch dann messen, wenn ein Teil der Nutzer:innen Cookies ablehnt. Anzeigen-Conversions werden besser modelliert, das kann die Effizienz deiner Kampagnen deutlich steigern.

Bessere Datenqualität

Auch bei geringer Zustimmungsrate bleibt eine gewisse Datenmenge für Analysen verfügbar. Die Datenbasis bleibt konsistent und ermöglicht bessere Entscheidungen.

Was gibt es zu beachten?

  1. 01

    Technische Integration

    Die Umsetzung braucht eine gute Zusammenarbeit von Entwicklung und Marketing. Die Tags werden über den Google Tag Manager oder direkt auf der Website eingebaut.

  2. 02

    Datenschutz und Transparenz

    Auch wenn nur anonymisierte Daten gesammelt werden: Dokumentiere das in deiner Datenschutzerklärung. Transparenz gegenüber deinen Nutzer:innen ist entscheidend.

  3. 03

    Funktionalität testen

    Teste nach der Implementierung gründlich, ob der Consent Mode korrekt auf die verschiedenen Zustimmungsentscheidungen reagiert. So vermeidest du Fehler und Datenverluste.

Wichtig

Lass den Einsatz des Consent Mode v2 unbedingt von einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt auf Datenschutzkonformität prüfen. Dieser Artikel ist keine Rechtsberatung.

Du brauchst Unterstützung beim Consent Mode?

Gerne prüfen wir deine Consent-Mode-Einstellungen in Google Tag Manager, Google Ads und GA4.

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